Treuchtlingen: Elkan Naumburg – Ein Treuchtlinger Mäzen

Der Arbeitskreis 9.November thematisiert seit Jahren das ehemalige
jüdische Leben in Treuchtlingen. Auch mit Blick auf die derzeitigen
judenfeindlichen Vorkommnisse in Deutschland bemüht sich der AK
um eine Aufarbeitung des einstigen jüdischen Lebens in
Treuchtlingen.

Bei der Veranstaltung am 10. November steht diesmal
die Person des Treuchtlinger Mäzens und Ehrenbürgers Elkan
Naumburg im Mittelpunkt, er legte 1887 mit einer Spende von 500
Goldmark den Grundstein für den Bau einer Kleinkinder-
Bewahranstalt, nach heutigem Verständnis für einen Kindergarten.
Treuchtlingen wuchs in den Jahren der zunehmenden
Industrialisierung und des Ausbaus der Bahnlinie am Ende des
19.Jahrhunderts an Bevölkerung, oft mussten bereits die Kinder
Arbeitsdienste leisten, um die Familien finanziell zu unterstützen.
Elkan Naumburg erkannte, dass Kinder aber Bildung, Betreuung und
Förderung bedürfen und engagierte sich ab 1887 finanziell für den
Bau und den Unterhalt einer Kinderbetreuung in Treuchtlingen.

Der Arbeitskreis wird das Leben und Wirken von Elkan Naumburg für
seine Geburtsstadt durch Dokumente, Lesungen und Fotos aufleben
lassen. Die musikalische Ausgestaltung übernimmt die Gunzenhäuser
Klezmergruppe „Jokkel“ mit Regina Hackenberg ( Klarinette), Angela
Netal (Vocal, Violine), Werner Gempel (Gitarre) und Ekke Lindauer
(Vocal, Piano, Akkordeon).

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