Ergebnisse der Rechten bei der Bundestagswahl 2017 im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

Der Bundestagswahlkreis 241 Ansbach umfasst die kreisfreie Stadt Ansbach sowie die Landkreise Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen. Bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 traten wieder rechte Kandidaten an.

Der Erststimmenkandidat der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD), Dr. Wolfgang Marc Dörner aus Nürnberg, bekam ein Gesamtergebnis von 19.397 Stimmen und damit 10,55 Prozent. Davon stammen aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen 5.242 Stimmen.

Bei den Gesamt-Zweitstimmen erhielt die AfD mit 21.734 Stimmen ein Ergebnis von 11,78 Prozent. Aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen stammen davon 6.092 Stimmen. Die rechtsradikale Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) erhielt bei den Gesamt-Zweitstimmen 805 Stimmen und damit ein Ergebnis von 0,44 Prozent.  Davon stammen 184 Stimmen aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Siegfried Lang aus Burgsalach, kandidierte als Erstimmenkandidat im Bundestagswahlkreis 246 Roth. Er bekam ein Gesamtergebnis von 10.677 Stimmen und damit 10,07 Prozent. Er war von 1987 bis 2007 CSU-Mitglied und Gebietsverbandsvorsitzender des Gebietsverbandes Jura der CSU. Gehörte dem CSU-Bezirksvorstand an. Im Mai 2013 trat er der AfD bei. Seit 2015 ist er der Bezirksvorsitzender der AfD in Mittelfranken. Außerdem Mitglied im Landesfachausschuss Wirtschaft und Finanzen sowie stellv. Sprecher im Landesfachausschuss Gesundheit.

AWO Mittelfranken-Süd tritt Landkreisbündnis gegen Rechts bei

Als 13. Mitglied trat der AWO Kreisverband Mittelfranken-Süd e.V. jüngst dem Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen bei.

„Mit der AWO haben wir einen starken Partner im Kampf für Menschenwürde und gegen Rassismus gewinnen können.“ kommentiert Victor Rother, Mitglied im Sprecherrat des Landkreisbündnisses. Im Bündnis vertreten wird der gemeinnützige Wohlfahrtsverband zukünftig von der Leiterin des Wohnpflegeheims Wengen, Irmgard Orterer. Orterer macht sich mit ihrer Einrichtung bereits seit langem gegen Fremdenfeindlichkeit stark, zum Beispiel mit jährlichen Aktionen zum „Internationalen Tag gegen Rassismus“.

„In unserem AWO-Wertebild ist kein Platz für Intoleranz, Ausgrenzung und Rassismus. Deswegen sind wir nun auch Mitglied im „Landkreisbündnis gegen Rechts“ in der Region Weißenburg-Gunzenhausen geworden.“ so Irmgard Orterer.

Demokraten wählen keine Rassisten! – Kampagne zur Bundestagswahl 2017

Im aktuellen Bundestagswahlkampf plakatiert das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen öffentlich im Landkreis den Satz „Demokraten wählen keine Rassisten!“. Das Bündnis hofft auf die Teilnahme von Geschäftsinhabern, Lokalbesitzern und Kneipiers, die sich bereit erklären, Plakate in ihren Geschäften aufzuhängen. Demokraten wählen keine Rassisten! – Kampagne zur Bundestagswahl 2017 weiterlesen

Weißenburger Rechtsradikale klagten gegen das Verbot des militanten Kameradschaftsnetzwerkes „Freies Netz Süd“ (FNS)

Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen konnte mittlerweile in Erfahrung bringen, dass sich unter den 41 Klägern gegen das 2014 verbotene militante Kameradschaftsnetzwerk „Freies Netz Süd“ (FNS) auch zwei Rechtsradikale aus Weißenburg befunden haben.

Martin und Danny B. reichten damals mit weiteren führenden Mitgliedern erfolglos Klage gegen das vom bayerischen Innenministerium erlassene Verbot ein. Beide bilden seit vielen Jahren den harten und unbelehrbaren Kern der rechtsradikalen Szene im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Amtsgericht Weißenburg verschont Neonazis

Am Mittwoch, den 5. Juli 2017, fand im Amtsgericht Weißenburger eine Verhandlung gegen die beiden Rechtsradikalen Danny B. (Weißenburg) und Martin B. (Nürnberg) wegen Beledigung und Bedrohung von Stadt- und Kreisrat Erkan Dinar (DIE LINKE) statt.

Die Angeklagten stehen politisch der Neonazipartei „Der III. Weg“ nahe. Die Kleinpartei gilt als Nachfolgeorganisation des 2014 verbotenen militanten Kameradschaftsverbund „Freies Netz Süd“ (FNS). Beide Angeklagten reichten damals zusammen mit weiteren führenden Mitgliedern erfolglos Klage gegen das vom bayerischen Innenministerium erlassene Verbot ein.

Das Gericht sprach Danny B. frei. Gegen den geständigen Martin B. wurde das Verfahren gegen eine Zahlung von 400 Euro an die Diakonie eingestellt.

Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) ist für Arbeitnehmer/innen nicht wählbar

Der Arbeitskreis Antirassismus im ver.di Bezirk Mittelfranken hat „Rausreißblöcke“ mit Argumentationskarten in Postkartengröße für die Auseinandersetzung mit der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) entworfen und drucken lassen.

Jeder Block besteht aus 27 Karten – auf jeder Karte findet sich ein Punkt aus dem Wahlprogramm der AfD und auf der Rückseite eine ver.di-Position dazu. Alle 27 Karten sind hier für einen ersten Eindruck downloadbar.

Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen besteht aktuell aus 12 zivilgesellschaftlichen Organisationen, Parteien und engagierten Einzelpersonen. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nimmt seit der Gründung des Bündnisses einen Platz darin ein.

Mehr Infos über das Bündnis und eine Chronik zu rechten Umtrieben in der Region unter www.wug-gegen-rechts.de.

Neonazi-Propaganda am Weißenburger Bahnhof – Landkreisbündnis beim 1. Mai des DGB dabei

Weißenburg – Zum 1. Mai verteilten Neonazis mehrere hundert kleine Papierschnipsel an der Weißenbuger Bahnhofsunterführung. Auf den Schnipseln waren Texte wie „Für einen DEUTSCHEN SOZIALISMUS!“ zu lesen.

„Dieses unverholene Werben für einen neuen NS-Staat zeigt uns, wie wichtig es weiterhin ist, aktiv und aufmerksam gegenüber der rechten Szene im Landkreis zu sein.“, kommentiert Victor Rother, Mitglied im Sprecherrat des Landkreisbündnis gegen Rechts.

In Treuchtlingen war das hiesige Bündnis bereits zum dritten Mal mit einem Infostand bei den DGB-Feierlichkeiten zum 1. Mai vertreten. Damit wolle man deutlich machen, dass der Kampf für soziale Gerechtigkeit untrennbar mit dem Engagement für Menschenwürde und gegen rechte Hetze verbunden ist.

Neonazi-Propaganda an den Bahnhöfen Gunzenhausen, Treuchtlingen und Weißenburg

In der Nacht von Samstag den, 29. April 2017, wurden auf dem Gelände und in den Fußgängerunterführungen der Bahn in den Städten Gunzenhausen, Treuchtlingen und Weißenburg hunderte von Papierschnipseln mit teilweise neonazistischen Parolen verteilt.

Bild: Die Bahnhofsunterführungen in Gunzenhausen und Weißenburg

Zuletzt waren hunderte Papierschnipsel mit rechtsradikalen Formulierungen gegen den Weißenburger Politiker der Linken im Februar 2017 auf dem Weißenburger Marktplatz aufgetaucht. Siehe auch den Artikel “Weißenburg: Schnipsel-Aktion von Rechtsradikalen” vom 14. Februar 2017.

Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen bittet auch weiterhin die Bevölkerung um Hinweise auf Aktivitäten, Ordnungswidrigkeiten und Straftaten mit rechtsradikalem Hintergrund. Diese können per E-Mail an kontakt@wug-gegen-rechts.de gesendet werden.

Weißenburg: Aufkleber der rechtsradikalen Partei „Der III. Weg“ im Schulviertel aufgetaucht

Am Freitag, den 28. April 2017, wurde das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen von einer Bürgerin auf neue Aufkleber der rechtsradikalen Partei „Der III. Weg“ im Weißenburger Schulviertel aufmerksam gemacht.

Zuletzt waren Naziaufkleber im April 2017 an den Fensterscheiben vom Weißenburger Jugendzentrum aufgetaucht. Siehe auch den Artikel “Weißenburg: Neonazis bekleben Fensterscheiben vom Jugendzentrum” vom 25. April 2017.

Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen bittet auch weiterhin die Bevölkerung um Hinweise auf Aktivitäten, Ordnungswidrigkeiten und Straftaten mit rechtsradikalem Hintergrund. Diese können per E-Mail an kontakt@wug-gegen-rechts.de gesendet werden.

Aufmucken gegen Rechts – Konzert im Jugendzentrum

Weißenburg – Bereits zum 9. Mal findet am 13. Mai, ab 18.30 Uhr auf Initiative der Linksjugend Weißenburg das “Aufmucken gegen Rechts”- Konzert im Weißenburger Jugendzentrum statt. Mit vier Bands und einem DJ möchen die Jugendlichen ein musikalisches Zeichen gegen Rassismus und Faschismus setzen.

Wie auch in den letzten Jahren hat das Thema leider nichts an seiner Aktualität eingebüßt. Die Aktivitäten der Rechtsradikalen im Landkreis reichen von Teilnahmen an Demonstrationen und Kundgebungen, über die Verteilung neonazistischer Flugblätter, dem Verkleben rechter Aufkleber, bis hin zur Verunglimpfung und Verhöhnung aktiver Antifaschist_innen im Internet und im realen Leben. Auch vor Bedrohung und Gewalt schrecken die Neonazis nicht zurück.

„Fast täglich greifen Rassisten in Deutschland Flüchtlingsheime an, islamfeindliche Übergriffe nehmen zu. Erschreckend viele Menschen nehmen an fremdenfeindlichen und rassistischen Demonstrationen teil. Pegida hetzt gegen Geflüchtete und Muslime und Musliminnen. Gleichzeitig wird die „Alternative für Deutschland“ (AfD) zunehmend zum Sammelbecken für Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Dagegen gilt es sich zu organisieren und die Bevölkerung aufzuklären.“, so die Initiatoren in einer Pressemitteilung.

Mit Iriepathie, einer Reggeaband aus Österreich, konnte ein echter Headliner gewonnen werden. Weiterhin werden der Rapper Boykott und der deutsch-kurdische Rapper Celoviz aus Norddeutschland sowie die Punkrockband Slitch Fane aus Ingolstadt auftreten. Danach gibt es eine After-Show-Party unter dem Motto „Raven gegen Rechts“ mit dem Weißenburger DJ Freddus. Der Arbeiskreis „Teufelsküche“ wird vegane sowie vegetarische Gerichte anbieten.

„Der Freundeskreis Jugendzentrum stemmt sich mit Veranstaltungen, Aktionen und Bildungsarbeit gegen die neonazistischen und rassistischen Umtriebe in unserer Stadt. Mit seiner gelebten alternativen Jugendkultur machen sie es Nazis schwer, ihren rechten Lifestyle in die Öffentlichkeit zu tragen und rechte Strukturen vor Ort zu schaffen. Wir sind erfreut darüber mit dem Jugendzentrum seit 2005 diese Konzertreihe veranstalten zu dürfen“, so Julian Gallé, Sprecher der Linksjugend Weißenburg.

Das JuZ Weißenburg und die Linksjugend Weißenburg sind aktiver Partner des Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen. Dieses unterstützt ausdrücklich das Konzert. Die Karten sind im Vorverkauf für 11 Euro im Jugendzentrum zu erwerben. An der Abendkasse müssen 15 Euro bezahlt werden. Mehr Infos telefonisch unter 09141-72534.