Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!

Am Mittwoch, den 1. August 2012, stellten sich in Nürnberg tausende Menschen einschlägig bekannten Neonazis und der NPD entgegen. Im Südstadtpark/Annapark konnte durch über 400 Menschen ein Infostand, für den in Portugal nach sieben Jahren Flucht verhafteten Gerd Ittner aus Zirndorf, verhindert werden. Wegen Volksverhetzung und Verunglimpfung des Staates wartet eine Haftzeit von zwei Jahren und neun Monaten Gefängnis auf Ittner. Nur wenige Meter vom Annapark entfert wurde der Schneider Abdurrahim Özüdoğru im Jahr 2001 kaltblütig von der NSU umgebracht.

Langwasser Mitte zeigt den Mittelfinger

Bis zu 2000 Menschen stellten sich im Anschluss einer Kundgebung der rechtsradikalen NPD in Langwasser Mitte entgegen. Der wegen Straßenblockaden in Regensburg verspätete NPD-Kleinlaster reiste mit sechs Personen an. Eindrucksvoll der Protest dagegen. Unverständlich die Brutalität der Polizeieinheiten. Ohne Vorwarnungen werden friedliche DemonstratInnen durch unverhältnismäßige Schlagstockschläge und Reizgas verletzt. Ulli Schneeweiß, mittelfränkischer Vize-Chef von ver.di, kurzzeitig verhaftet. Das Transparent des Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus teilweise zerstört. Erkan Dinar, einer der Sprecher des Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen, bei einem friedlichen Sit-In, leicht an der Hand verletzt.

Dem Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus wurde durch die Polizei das Transparent entrissen und die Transparentstangen abgebrochen. Drohend wurden diese daraufhin gegen die TrägerInnen gerichtet.

Nach Ende des braunen Nazispuks um die rechtsradikale NPD folgte eine friedliche Demonstration von Nazi-GegnerInnen in die Wettersteinstraße 25. Hier wollen gewaltbereite Neonazis des Freien Netz Süd (FNS) ein „Nationales Zentrum“ einrichten. Grund genug für das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen weitere Proteste in Nürnberg solidarisch zu unterstützen.

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