Neonazis greifen in den Wahlkampf ein

In der Nacht vom vergangenen Mittwoch, den 4. September 2013, wurden  in weiten Teilen des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen DIN-A3-Plakate mit rechtsradikalem Inhalt auf zahlreichen Wahlplakaten aller demokratischen Parteien (SPD, Grüne, Linke, CSU, FW, FDP, Piraten etc.) mittels Tacker angebracht.

Volkstod-Foto
Neonazis zeigten wieder einmal ihr gestörtes Verhältnis zur Demokratie

Schon einige Male zuvor hatten Rechtsradikale im Landkreis mit dem Slogan „Demokraten bringen uns den Volkstod“ für Ihr menschenverachtendes und zutiefst rassistisches Weltbild zu werben versucht. Betroffen war der gesamte Bereich des mittleren Altmühltals sowie die Stadt Ellingen und der Jura. Dass die Rechtsradikalen dabei die Wahlplakate fast sämtlicher, bei den bevorstehenden Landtags- und Bundestagswahlen antretenden Parteien unkenntlich gemacht und entstellt haben, darf getrost als Aktion gewertet werden, die Meinungsfreiheit einzuschränken.

Dies zeigt erneut das wahre Gesicht der sich selbst „Nationale Sozialisten“ nennenden Gruppierung der „Freien Nationalisten Weißenburg“. Die neuerliche Aktion zeigt überdies, dass die Einschätzung des Innenministeriums, die „FN WUG“ seien in letzter Zeit weniger aktiv, an der Realität vorbeigeht. Siehe dazu auch hier die Antwort des Innenministeriums auf die entsprechende Anfrage der SPD-Landtagsabgeordneten Christa Naaß. Das Landkreisbündis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen fordert deshalb weiterhin mit Nachdruck nicht nur ein Verbot der Dachorganisation „Freies Netz Süd“, sondern auch der lokalen Gruppierungen vor Ort.

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