Fürth: Weißenburger beim Aufmarsch der rechtsradikalen Partei „Der 3. Weg“

Am Samstag, den 18. April 2015, nahmen mit Danny B. und Martin B. auch Rechtsradikale aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen an einem Aufmarsch der rechtsradikalen Partei „Der 3. Weg“, Nachfolgeorganisation des 2014 verbotenen „Freien Netz Süd“, in Fürth teil.  Gegen Martin B. wird im Mai 2015 eine öffentliche Verhandlung vor dem Amtsgericht Weißenburg fortgesetzt. Siehe auch den Artikel „Weißenburg: Amtsgericht vertagt Prozess gegen Rechtsradikalen“ vom 8. April 2015.

Nachfolgend dokumentieren wir einen Auszug aus einem Bericht der Antifaschistischen Linken Fürth:

„Wir bewerten die vielfältigen Aktionen anlässlich des Aufmarsches der Neonazis des „Dritten Wegs“ am heutigen Samstag in Fürth als vollen Erfolg. Um kurz vor 10 Uhr versuchten ca. 20 Neonazis den Kundgebungsplatz am Bahnhofsvorplatz zu erreichen und wurden dabei erfolgreich von AntifaschistInnen blockiert. Lediglich fünf Nazis konnten in den Kundgebungsbereich gelangen.

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Die rechtsradikalen Aktivisten ärgerten sich über die vielen Nazi-Gegner/innen – Foto: ©Timo Müller

Bereits gegen 9 Uhr versammelten sich zahlreiche Antifaschistinnen und Antifaschisten, um gegen die Kundgebung der FaschistInnen zu protestieren. Dabei wurde auch versucht den Kundgebungsplatz der Nazis zu besetzen. Im Laufe des Vormittags waren bis zu 400 NazigegnerInnen am Fürther Hauptbahnhof aktiv, um den Nazis zu zeigen, dass sie hier nicht willkommen sind. Kurz vor der Ankunft der Nazis wurde der Zugang im Hauptbahnhof blockiert, sodass die mit dem Zug anreisenden Neonazis ihren Kundgebungsort nicht erreichen konnten.

Für diese rechtsradikalen Aktivisten ging es am Fürther Bahnhof nicht mehr weiter
Endstation: Fürther Bahnhof – Foto: ©Timo Müller

Entschlossen, solidarisch und vielfältig konnten wir die Nazis daran hindern ihre menschenverachtende Propaganda in Fürth los zu werden. Lediglich fünf Nazis kamen auf den angedachten Platz, der Rest musste frustriert am Bahnsteig ausharren. Der Protest aller Beteiligten werten wir als vollen Erfolg und haben damit einmal mehr deutlich gemacht, dass für Rassismus und Faschismus kein Platz in Fürth ist.

AntifaschistInnen blockierten im Anschluss an die gescheiterte Kundgebung zudem die Abfahrt des Lautsprecherwagens, sodass auch die danach stattfindende Nazikundgebungen in Bamberg hinaus gezögert werden konnten.“ (Quelle: http://alf.blogsport.de/)

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