Freispruch für Erkan Dinar

Das Amtsgericht Weißenburg sprach Erkan Dinar, Mitglied im Sprecherrat des Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen, nach mehrmaliger Verschiebung des Verhandlungstags, vom Vorwurf der Nötigung frei. Damit beschäftigte sich das Gericht erneut mit der Kundgebung der Neonazis vom 10. März 2012 auf dem Weißenburger Marktplatz. Siehe dazu auch den Artikel „Roman S. aus Pleinfeld wegen Morddrohung verurteilt“ vom 15. August 2012.

Vorgewurfen wurde, der Rechtsradikale Danny B. aus Weißenburg sei festgehalten worden, als dieser Schläge und Tritte von Nazi-GegnerInnen einstecken musste. Der Grund dafür war seine provokante Präsenz auf der Seite der DemonstrantInnen gegen den Naziaufmarsch und seine Nichtentfernung auf verschiedene Bitten hin. Als die Situation zu eskalieren begann und die Polizei nichts unternahm versuchte Erkan Dinar den Rechtsradikalen aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Da die Staatsanwaltschaft diese Handlung für nicht erforderlich ansah und als Nötigung auslegte kam es nun zur Verhandlung.

Nach den Aussagen des Angeklagten, des Geschädigten, eines Zeugen des Geschädigten sowie von zwei Polizisten einigten sich Richter Gunter Hommrich, Staatsanwalt Stefan Stelzl sowie der Anwalt Inigo Schmitt-Reinholtz keine weiteren Zeugen aufzurufen und stattdessen die Verhandlung mit einem Freispruch zu beenden.

Erkan Dinar zum Freispruch: „Vor noch nicht einmal einem Jahr habe ich vor 1 000 Menschen, am Tag der Menschenrechte auf dem Martin-Luther-Platz in Weißenburg, öffentlich um Unterstützung für unsere Arbeit durch die Sicherheits- und Justizbehörden gebeten. Mir wäre damals nicht eingefallen in so kurzer Zeit auf dieser Seite der Anklagebank Platz nehmen zu müssen. Der Freispruch jedoch hat wieder Klarheit geschafft und ist Ansporn um weiterzumachen.“

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