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Pappenheim: Razzia bei rechtem Waffennarren

Donnerstag, 08. Dezember 2016

Am Dienstag, den 6. Dezember 2016, berichteten verschiedene Medien über eine Razzia der Sicherheitsbehörden im Haus von Bernd S. aus Pappenheim. Man entdeckte dabei ein großes Waffenarsenal. Darunter auch mehrere automatisierte Waffen, die unter das Kriegswaffengesetz fallen. Der Mann scheint der Reichsbürgerbewegung nahe zu stehen.

Vor mehreren Jahren kam es seitens der NPD zu verschiedenen Aktivitäten in Pappenheim. 2008 versuchte man gar mit einer eigenen Gemeinderatsliste zur Kommunalwahl zugelassen zu werden. Man bekam jedoch nur 10 von benötigten 80 Unterschriften zusammen. Im Pappenheimer Ortsteil Übermatzhofen wohnt mit Michael Heiß ein ehemaliger Erstimmenkandidat der NPD zu den Bundestagswahlen.

Weißenburg: AfD-Kürzel auf Mauer aufgetaucht

Samstag, 26. November 2016

In der Nacht von Freitag, den 25. November 2016, wurde auf eine Mauer, an einem Fußgängerweg, der von der Obertorstraße in Richtung Seeweiher geht, das Kürzel der rechten Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) geschmiert.

In der gleichen Nacht wurden 90 PKW-Reifen zwischen der Niederhofener und der Heinrich-Stöhr-Straße im Weißenburger Osten zerstochen. Ob ein Zusammenhang besteht, ist nicht bekannt.

Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen besteht aktuell aus 12 zivilgesellschaftlichen Organisationen, Parteien und engagierten Einzelpersonen. Mehr Infos über das Bündnis und eine Chronik zu rechten Umtrieben in der Region unter www.wug-gegen-rechts.de.

Weißenburg: Veranstaltung zum Tag der Menschenrechte 2016

Montag, 21. November 2016

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Gunzenhausen: Klares Statement gegen die AfD

Freitag, 18. November 2016

Bei einer Nachbesprechung zu den Protesten gegen die AfD-Veranstaltung in der Stadthalle Gunzenhausen zeigte sich das Landkreisbündnis gegen Rechts höchst zufrieden.

Das Bündnis, welches aus 12 zivilgesellschaftlichen Organisationen, Parteien und engagierten Einzelpersonen besteht, hatte die Gegenkundgebung vor der Stadthalle organisiert und in knapp zwei Wochen 500 Protestteilnehmer mobilisieren können.

„Am vergangenen Samstag haben breite Schichten der Bevölkerung der AFD und ihrem Parteifunktionär Björn Höcke die rote Karte gezeigt. In lauten, bunten und kreativen Protesten äußerte sich die Ablehnung gegen diese rückwärtsgewandte, rassistische und verfassungsfeindliche Partei“, so Victor Rother, Mitglied im Sprecherrat des Landkreisbündnisses und Anmelder der Gegenkundgebung.

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„Von diesem großen Zuspruch in der Bevölkerung sind wir beeindruckt. Die 500 Protestteilnehmer sind ein klares Statement gegen die AFD als Partei am rechten Rand“ heißt es in der Pressemitteilung des Bündnisses.

Weniger zufrieden sei man dagegen mit Teilen der eingesetzten Polizei. Der Vorwurf der vorsätzlichen „Vermummung“ gegen drei Jugendliche, welche von Polizeikräften des Unterstützungskommandos (USK) kurzzeitig festgesetzt worden waren und die nun ein Strafverfahren erwartet, wurde auf der Sitzung des Landkreisbündnisses in Zweifel gezogen. „Man musste wirklich befürchten, wegen eines bei winterlichen Temperaturen weit in das Gesicht gezogenen Schales, von den eifrig fotografierenden und filmenden USK-Beamten aufgenommen zu werden, um dann später ein Strafverfahren am Hals zu haben“, so ein Mitglied des Landkreisbündnis.

Nachfragen von Seiten der Versammlungsanmelder und der eingesetzten Ordner wurden nur unfreundlich und ausweichend von Polizisten des USK beantwortet. Auch ein eingesetzter Hundeführer im Rücken der Demonstranten sorgte für Irritationen und ein unbehagliches Gefühl bei einigen Teilnehmern. Ausdrücklich loben möchte das Bündnis hingegen die gute Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Gunzenhausen.

Das Landkreisbündnis gegen Rechts nahm zudem die Besucher der AfD-Veranstaltung genauer unter die Lupe. Neben mindestens zwei bekannten Neonazis, die Mitglied in der mittlerweile aufgelösten Kameradschaft „Freie Nationalisten Weißenburg“ waren, sorgte eine weitere Begebenheit für Empörung:

Laut Aussage des Bündnisses hat ein Besucher der AfD in Richtung der Demonstrationsteilnehmer den Abschuss einer Maschinengewehr-Salve simuliert.

„AfD-Veranstaltungen sind auch Anziehungspunkt für organisierte Neonazis. Verfechtern einer liberalen und weltoffenen Gesellschaft wird mit unverhohlenem Hass begegnet.“ schreibt das Landkreisbündnis und kündigt an, auch in Zukunft Aktivitäten der AfD zu beobachten und Gegenproteste zu organisieren.

Weißenburg: Erneut rechtsradikale Aufkleber aufgetaucht

Samstag, 12. November 2016

Am Mittwoch, den 9. November 2016, informierten Bürger das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen über neue rechtsradikale Aufkleber im westlichen Stadtgebiet. Entlang der Gunzenhausener Straße sowie der Kohlstraße fanden sich an Laternen angebrachte Aufkleber der rechtsradikalen Szene. In unmittelbarer Nähe wohnt mit Dennis V. ein bekennender Unterstützer der rechtsradikalen NPD.

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Nazigegner/innen haben die rechtsradikalen Aufkleber bereits wieder entfernen können

Zuletzt waren im Mai 2016 ausländerfeindliche Aufkleber der rechtsradikalen Partei an Briefkästen in der Galgenbergsiedlung aufgetaucht. Siehe auch den Artikel “Weißenburg: Ausländerfeindliche NPD-Aufkleber auf Briefkasten und an Laterne” vom 14. Juni 2016.

Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen bittet auch weiterhin die Bevölkerung um Hinweise auf Aktivitäten, Ordnungswidrigkeiten und Straftaten mit rechtsradikalem Hintergrund. Diese können per E-Mail an kontakt@wug-gegen-rechts.de gesendet werden.

Reichsbürgerbewegung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

Samstag, 12. November 2016

In einem Artikel berichtete das Weißenburger Tagblatt am Dienstag, den 8. November 2016 über die Reichsbürgerbewegung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Das Landratsamt schätzt die Zahl der Personen auf 10 ein. Man prüfe derzeit ob der Personenkreis auch Waffenscheine besitze. Vor dem Amtsgericht Weißenburg hätten bereits mehrere Prozesse wegen Beleidigung stattgefunden. Weitere würden anstehen.

Zuletzt waren im Februar 2015 Flugblätter der Reichsbürgerbewegung in Briefkästen von Bürger/innen der Stadt Treuchtlingen aufgetaucht. Siehe auch den Artikel “Treuchtlingen: Reichsbürgerbewegung am Werk?” vom 25. Februar 2015.

Gunzenhausen steht auf gegen Rassismus! – Kundgebung gegen AfD-Rechtsaußen Björn Höcke

Mittwoch, 02. November 2016

Fast täglich werden Flüchtlingsheime angegriffen, islamfeindliche Übergriffe nehmen zu. Erschreckend viele Menschen beteiligen sich an fremdenfeindlichen und rassistischen Demonstrationen. Pegida hetzt gegen Geflüchtete sowie Musliminnen und Muslime. Währenddessen entwickelt sich die sogenannte „Alternative für Deutschland“ (AfD) zunehmend zur Heimat für Fremdenhasser und Rassisten. An vielen Orten ist die AfD bereits jetzt schon ein Sammelbecken für Rechtsradikale geworden. Abgeordnete der AfD verbreiten rassistische Parolen und hetzen gegen Andersdenkende.

Gegen diesen Ungeist der AfD, den sie mit ihrer Veranstaltung nun auch in unsere Region tragen will, werden wir ein deutliches Zeichen setzen. Wir treten der menschenverachtenden Hetze entschieden entgegen.

Protest gegen die AfD-Veranstaltung mit Björn Höcke
12. November 2016, ab 14 Uhr
vor der Stadthalle Gunzenhausen

Denn wir wissen: Nationalistische Propaganda, auch wenn sie – wie bei der AfD – mit Anzug und Krawatte scheinbar bürgerlich daherkommt, ist am Ende immer tödlich. Die AfD ist längst schon zum Stichwortgeber für gewaltsame rassistische Übergriffe geworden.

Überall dort, wo die Rassistinnen und Rassisten von AfD und Co. in unserer Region auftreten, ist Widerspruch notwendig. Wir werben daher vehement für eine offene, tolerante Gesellschaft und setzen uns dafür ein, dass sich die Stimme der Vernunft gegen die Hassparolen der Rechten durchsetzt.

Treuchtlingen: „Als Kind im KZ“ – Zeitzeugengespräch mit Eva Franz

Dienstag, 25. Oktober 2016

Um der Reichspogromnacht zu Gedenken findet am Sonntag, den 6. November 2016 um 17:00 Uhr im Kulturzentrum Forsthaus (Am Schlossberg 1) ein Zeitzeugengespräch mit Eva Franz aus Nürnberg sowie ein Impulsreferat zum aktuellen Neonazismus in Mittelfranken mit Birgit Mair (Diplom-Sozialwirtin, Buchautorin und Rechtsextremismus-Expertin), statt.

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Eva Franz überlebte als Kind die Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, Ravensbrück und Bergen-Belsen, wo ihre Mutter umkam. Die Häftlingsnummer 4167, die ihr in Auschwitz in den linken Unterarm tätowiert wurde, trägt sie bis heute. Sie und ihre Familie wurden verfolgt, weil sie der Gruppe der Sinti und Roma angehörten.

Als Veranstalter tritt „So fremd? So nah? – Verein für Interkulturelle Begegnungen“ auf. Der Verein ist auch Mitglied im Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen.

Treuchtlingen: Infostand vom Landkreisbündnis gegen Rechts auf dem „Fest der Völker“

Montag, 24. Oktober 2016

Am Samstag, den 15. Oktober 2016, beteiligte sich das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen mit einem Infostand am Fest der Völker 2016 in der Stadthalle von Treuchtlingen.

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Das Fest wurde vom Kurdisch-Deutschen Freundschaftsgesellschaft e.V. mit Sitz in Weißenburg veranstaltet. Es nahmen über 500 Besucher/innen an der Veranstaltung teil.

Weißenburg: Gericht verurteilt zwei Jugendliche zu Geldstrafen

Freitag, 23. September 2016

Am Donnerstag, den 22. September 2016, verurteilte das Amtsgericht in Weißenburg einen 20-jährigen Jugendlichen zu Geldstrafen von 1.000 Euro wegen Sachbeschädigung, des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidrigen Organisationen, Beleidigung und Hausfriedensbruch. Siehe auch den Artikel „Weißenburg: Rechte verbrennen US-Flagge – Erneut Hakenkreuz-Schmiererei im Schulviertel aufgetaucht“ vom 20. Juni 2015. Der Jugendliche steckte in früheren Tagen auch schon hinter der Abmontierung von drei Buchstaben an einem Schriftzug an der Mensa des Werner-von-Siemens Gymnasiums. Übrig blieben damals dann die Buchstaben „SA“. Die Abkürzung der Sturmabteilung (paramilitärische Kampforganisation der NSDAP). Siehe auch den Artikel „Weißenburg: Aus MENSA wurde SA“ vom 4. Juli 2014.

Gegen einen zweiten 21-jährigen Jugendlichen wurde das Verfahren durch Zahlung einer Geldstrafe von 200 Euro eingestellt. Diesem Jugendlichen drohen jedoch dienstrechtliche Konsequenzen, weil er eine Ausbildung zum Rechtspfleger absolviert.

 

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