Weißenburg: Neonazi kommt erneut davon – Herbe Kritik vom Landkreisbündnis gegen Rechts an der Justiz

Der Weißenburger Neonazi Martin B. hat es wieder einmal ohne Verurteilung aus dem Amtsgericht Weißenburg in Bayern geschafft. Siehe auch den Artikel „Weißenburg: Prozess gegen Neonazi wegen formalen Gründen eingestellt“ vom 21. Mai 2015. Was war geschehen?

In der Nacht vom 20. auf den 21. Juni 2015 betrat der Angeklagte mit einer Gruppe von Gesinnungskameraden eine Weißenburger Gaststätte. In dieser hatte er bereits am Halloween-Abend 2012 ein mündliches Hausverbot vom Wirt bekommen gehabt. Anlass dafür war damals das Skandieren von rechtsradikalen Parolen aus einer Gruppe heraus gewesen, in der die beiden stadtbekannten Neonazis Danny und Martin B. involviert waren.

Martin B. aus Weißenburg, hier links auf dem Bild, bei einer politischen Aktion gegen ein Verbotsverfahren der NPD.
Martin B. aus Weißenburg, hier links auf dem Bild, bei einer politischen Aktion gegen ein Verbotsverfahren der NPD.

In der Verhandlung gab der Wirt an, einen weiteren Ohrzeugen für den Augenblick des Aussprechens des Hausverbots zu haben. Das Gericht beschloss jedoch diesen Zeugen nicht vorzuladen und stattdessen das Verfahren gegen Auflagen bei gleichzeitiger Rückziehung des Strafantrags einzustellen. Dazu erklärt Erkan Dinar, Mitglied im Sprecherrat des Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen:

„Der Strafantragsteller wurde überrumpelt und zur Rücknahme seines Strafantrags gedrängt. Der Deal lautet, der Angeklagte trägt die anfallenden Kosten und garantiert die Kneipe in Zukunft nicht mehr zu betreten. Auch ohne diesen Deal hätte der Wirt jedoch die rechtliche Möglichkeit gehabt ein Hausverbot zu verhängen. Dieses erneute Aussprechen wiederholte er auch im Laufe der Verhandlung.

Wieder einmal hat die Justiz einem führenden Neonazi im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen aus der Klemme geholfen. Der Angeklagte dürfte das Gebäude erfreut mit seinem Kompagnon Danny B. aus Weißenburg sowie seinem Anwalt verlassen haben.

Seit nun über 10 Jahren wird ein überwiegender Großteil der Strafanzeigen und Strafanträge gegen die rechtsradikale Szene im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ergebnislos eingestellt. Auf die Justiz ist kein Verlass. Sie ist damit für die Zivilgesellschaft, welche sich in unserer Region im Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen organisiert hat und gegen rechtes Denken und Handeln steht, eine herbe Enttäuschung.“

Wenige Stunden vor dem provokanten Besuch in der Kneipe kam es im Verlauf einer antifaschistischen Demonstration auf dem Weißenburger Parkhaus zu einer Transparent-Aktion der Neonazis. Siehe auch den Artikel „Jugendbündnis „WUG IST BUNT“ demonstriert durch Weißenburg – Polizei lässt vermummte Neonazis bei einer Transparent-Aktion gewähren“ vom 21. Juni 2015.

Weißenburg: Rechtspopulistische Kreideaufschriften an Säulen der Turnhalle am Seeweiher aufgetaucht

Am Dienstag, den 19. Januar 2016, entdeckten Schülerinnen und Schüler des Werner-von-Siemens Gymnasiums an den tragenden Säulen der Turnhalle am Seeweiher rechtspopulistische Kreideaufschriften gegen Flüchtlinge.

Nein zum Heim

Zuletzt waren ähnliche Kreideaufschriften am 10. Januar 2016 bei der Mittelschule Weißenburg aufgetaucht. Siehe auch den Artikel “Weißenburg: Rechtspopulistische Kreideaufschriften gegen Flüchtlinge bei der Mittelschule aufgetaucht” vom 22. Januar 2016.

Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen bittet auch weiterhin die Bevölkerung um Hinweise auf Aktivitäten, Ordnungswidrigkeiten und Straftaten mit rechtsradikalem Hintergrund. Diese können per E-Mail an kontakt@wug-gegen-rechts.de gesendet werden.

Weißenburg: Rechtspopulistische Kreideaufschriften gegen Flüchtlinge bei der Mittelschule aufgetaucht

Wie das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen erst jetzt durch Hinweise aus der Bevölkerung in Erfahrung bringen konnte, sind am Sonntag, den 10. Januar 2016, auf Fußgängerwegen in Richtung Seeweiher sowie direkt im Schulviertel bei der Mittelschule, rechtspopulistische Kreideaufschriften gegen Flüchtlinge aufgetaucht.

12494675_1218375308189302_2910430701149262858_n
Mit Hetze gegen Flüchtlinge lässt sich gerade gut Punkten.

Nur drei Tage danach, am 13. Januar 2016, war am Zaun der Grundschule Weißenburg ein Plakat der rechtsradikalen „NPD“ mit der gleichen Parole aufgetaucht. Siehe auch den Artikel “Weißenburg: NPD-Plakat am Zaun der Grundschule” vom 14. Januar 2016.

Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen bittet auch weiterhin die Bevölkerung um Hinweise auf Aktivitäten, Ordnungswidrigkeiten und Straftaten mit rechtsradikalem Hintergrund. Diese können per E-Mail an kontakt@wug-gegen-rechts.de gesendet werden.

Weißenburg: Erneut NPD-Eigenwerbung in Briefkästen aufgetaucht

Am Donnerstag, den 14. Januar 2016, entdeckten Bürgerinnen und Bürger der Dinkelsbühler Straße wieder Eigenwerbung der rechtsradikalen Partei „NPD“ in ihrem Briefkasten.

Zuletzt war nur einen Tag davor ein fremdenfeindliches Plakat der rechtsradikalen Partei am Zaun der Grundschule Weißenburg aufgetaucht. Siehe auch den Artikel “Weißenburg: NPD-Plakat am Zaun der Grundschule” vom 14. Januar 2016.

Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen bittet auch weiterhin die Bevölkerung um Hinweise auf Aktivitäten, Ordnungswidrigkeiten und Straftaten mit rechtsradikalem Hintergrund. Diese können per E-Mail an kontakt@wug-gegen-rechts.de gesendet werden.

Weißenburg: NPD-Plakat am Zaun der Grundschule

Mehrere Bürger informierten das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen am Mittwoch, den 13. Januar 2016, über das Auffinden eines fremdenfeindlichen Plakates der rechtsradikalen Partei NPD am Zaun der Weißenburger Grundschule in der Schwärzgasse. Es wurde umgehend von Nazigegnern entfernt.

Zuletzt waren Mitte Dezember 2015 anonym Flugblätter der rechtsradikalen Partei mit fremdenfeindlichen Inhalt in Briefkästen geworfen worden. Siehe auch den Artikel “Weißenburg: Wieder Aufkleber und Flugblätter der rechtsradikalen Parteien „Der III. Weg“ und NPD aufgetaucht” vom 14. Dezember 2015.

Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen bittet auch weiterhin die Bevölkerung um Hinweise auf Aktivitäten, Ordnungswidrigkeiten und Straftaten mit rechtsradikalem Hintergrund. Diese können per E-Mail an kontakt@wug-gegen-rechts.de gesendet werden.

Pleinfeld: Hetzplakate gegen Flüchtlinge aufgetaucht

Bürger informierten das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen über das Auffinden fremdenfeindlicher Plakate der rechtsradikalen Partei “Der III. Weg” in den Pleinfelder Ortsteilen Dorsbrunn am Samstag, den 2. Januar 2016 sowie in Kleinweingarten am Donnerstag, den 7. Januar 2016. Darauf hetzt die Nachfolgeorganisation des verbotenen Netzwerks “Freies Netz Süd” einmal mehr gegen Flüchtlinge. Die Gemeinde Pleinfeld wurde informiert und um Entfernung der Plakate gebeten.

Zuletzt waren Mitte November 2015 die gleichen Plakate im Gunzenhausener Ortsteil Frickenfelden aufgetaucht. Siehe auch den Artikel “Gunzenhausen: Hetzplakate gegen Flüchtlinge aufgetaucht” vom 5. Dezember 2015.

Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen bittet auch weiterhin die Bevölkerung um Hinweise auf Aktivitäten, Ordnungswidrigkeiten und Straftaten mit rechtsradikalem Hintergrund. Diese können per E-Mail an kontakt@wug-gegen-rechts.de gesendet werden.

Weißenburg: Neonazi verteilte auf dem Weihnachtsmarkt als Weihnachtsmann verkleidet Plätzchenpakete und Parteipropaganda der rechtsradikalen Partei „Der III. Weg“

Wie das Weißenburger Tagblatt berichtet, kam es am Freitagabend, den 18. Dezember 2015, beim Kinderkarussell auf dem Weißenburger Weihnachtsmarkt, zu einer Flugblattverteilung der rechtsradikalen Partei „Der III. Weg“.

Laut Augenzeugenberichten zog ein als Weihnachtsmann verkleideter Mann etliche Plätzchenpakete aus einem roten Sack und verteilte sie zusammen mit Parteibroschüren an Kinder. Stadtrat Andre Bengel (SPD) informierte die Polizei. Eine Genehmigung zur Verteilung der Flugblätter dürfte nicht vorgelegen haben.

Zuletzt waren Mitte Dezember 2015 im Bereich der Speltergasse in der Weißenburger Innenstadt fremdenfeindliche Aufkleber der rechtsradikalen Partei aufgetaucht. Siehe auch den Artikel “Weißenburg: Wieder Aufkleber und Flugblätter der rechtsradikalen Parteien “Der III. Weg” und NPD aufgetaucht” vom 14. Dezember 2015.

Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen bittet auch weiterhin die Bevölkerung um Hinweise auf Aktivitäten, Ordnungswidrigkeiten und Straftaten mit rechtsradikalem Hintergrund. Diese können per E-Mail an kontakt@wug-gegen-rechts.de gesendet werden.

Weißenburg: Wieder Aufkleber und Flugblätter der rechtsradikalen Parteien „Der III. Weg“ und NPD aufgetaucht

Wie das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen von Nazigegner/innen informiert wurde, sind am Samstag, den 12. Dezember 2015, im Bereich der Speltergasse in der Weißenburger Innenstadt neue Aufkleber der rechtsradikalen Partei „Der III. Weg“ aufgetaucht. Sie wurden umgehend entfernt.

Zuletzt waren Ende Oktober 2015 im südlichen Siedlungsgebiet fremdenfeindliche Aufkleber der rechtsradikalen Partei “Der Dritte Weg” aufgetaucht. Siehe auch den Artikel “Weißenburg: Erneut Aufkleber der rechtsradikalen Partei “Der 3. Weg” im Stadtgebiet aufgetaucht” vom 27. Oktober 2015.

Im gleichen Bereich wurden Flugblätter der rechtsradikalen NPD mit fremdenfeindlichen Inhalt in die Briefkästen geworden. Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen geht vom gleichen Verteiler/innenkreis aus.

Die gleichen Flugblätter waren zuletzt Mitte November im östlichen Stadtgebiet aufgetaucht. Siehe auch den Artikel “Weißenburg: NPD lässt wieder Flugblätter verteilen” vom 13. November 2015.

Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen bittet auch weiterhin die Bevölkerung um Hinweise auf Aktivitäten, Ordnungswidrigkeiten und Straftaten mit rechtsradikalem Hintergrund. Diese können per E-Mail an kontakt@wug-gegen-rechts.de gesendet werden.

Weißenburg: Aufschrift „Merkel ins KZ“ in Bahnhofsunterführung

Wie das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen erst jetzt in Erfahrung bringen konnte, wurden am Mittwoch, den 9. Dezember 2015, in der Weißenburger Bahnhofsunterführung die Aufschrift „Merkel ins KZ“ angebracht.

Die Stadt Weißenburg wurde zwecks Säuberung informiert. Strafanzeige und Strafantrag wegen Volksverhetzung durch das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen bei der Staatsanwaltschaft gestellt.

20151210_071211
Die Menschenverachtung scheint derzeit keine Grenzen zu kennen. Fotoquelle: Privat

Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen bittet auch weiterhin die Bevölkerung um Hinweise auf Aktivitäten, Ordnungswidrigkeiten und Straftaten mit rechtsradikalem Hintergrund. Diese können per E-Mail an kontakt@wug-gegen-rechts.de gesendet werden.