12. April 2015 – Fahrt nach Buchenwald

Besuch der KZ-Gedenkstätte Buchenwald am So., 12. April 2015 aus Anlass der Selbstbefreiung durch die KZ-Häftlinge. Busfahrt des VVN-BdA Nürnberg/Fürth gemeinsam mit der VVN-BdA Bamberg.

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Tor zum Lager im KZ Buchenwald – Quelle: Wikipedia

Abfahrt Sonntag früh – Rückkehr Sonntagabend. (Kosten pro Person ca. 20 Euro) –   hier geht’s zur  Einladung 2015 Buchenwald

Treuchtlingen: Reichsbürgerbewegung am Werk?

Wie der Treuchtinger Kurier in seiner Ausgabe vom 25. Februar 2015 berichtet, sind in den letzten Tagen Flugblätter in Briefkästen der Bürgerschaft gelandet. Darauf werden die Bürgerinnen und Bürger von einem „Bürgeramt“ über eine Betrugsgefahr informiert. Man möge sich doch bitte, wenn man im Besitz eines Personalausweises der Bundesrepublik Deutschland sei, beim „Bürgeramt“ melden. Als Grund wird angegeben, dass statt des Aufdrucks „Familienname“ nur „Name“ auf dem Ausweis aufgedruckt sei. Die Behörden ermitteln bereits wegen Amtsanmaßung oder anderer Straftaten.

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Bildrechte: Treuchtlinger Kurier

Hinter der Aktion steckten vermutlich Anhänger/innen der so genannten „Reichsbürgerbewegung„. Ausführliche Informationen zu dieser Verschwörungsgruppe findet man im ZEIT-Online-Artikel „Die Reichsbürger: Skurril und gefährlich“ vom 14. Oktober 2014.

Weißenburg: Erneut rechtsradikale Aktivitäten in der Nacht

Am Samstag, den 14. Februar 2015, wurden zwischen Mitternacht und 3:00 Uhr morgens über 50 Aufkleber der rechtsradikalen Partei „Der 3. Weg“ in der Nürnberger Straße verklebt.

Nazi-Gegner*innen entfernten die Aufkleber sofort nach Entdeckung wieder. Dabei stießen sie beim Kaufhaus der Diakonie, Nürnberger Straße 28, neben einer Sitzbank auf ein Transparent mit der Aufschrift „Asylmissbrauch stoppen“. Siehe auch den Artikel „Weißenburg: Facebookseite gegen Asylbewerber/innenheim“ vom 5. Februar 2015.

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Weißenburg: Facebookseite gegen Asylbewerber/innenheim

Am Mittwoch, den 28. Januar 2015, unterrichtete Jürgen Schröppel (Oberbürgermeister der Stadt Weißenburg), die Öffentlichkeit, im Rahmen einer öffentlichen Stadtratssitzung, über die geplante Einrichtung einer privaten Asylbewerberunterkunft für 80 Personen. Die Eröffnung ist für Juni 2015 geplant. Kein Asylheim

Als Reaktion darauf erschien am Samstag, den 30. Januar 2015, auf der Internetplattform „Facebook“ eine neue Seite mit dem Namen „Nein zum Asylheim Weißenburg“. Die anonymen Betreiber/innen versuchen dort mit gezielten rassistischen Stereotypen und falschen Tatsachenbehauptungen die Bevölkerung zu desinformieren.

Pappenheim: Beleidigungen wegen ausländischer Herkunft

Wie die Online Magazine „Weißenburg Aktuell“ und der „Pappenheimer Skribent“ zeitgleich berichteten, kam es am Samstag, den 31. Januar 2015, um kurz vor Mitternacht in Pappenheim, zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen zwei Nachbarn. Dabei wurden ein Migrant von einem 41-jährigen Mann wegen seiner Herkunft mit derben Ausdrücken angegangen. Die alarmierte Polizei konnte beim aggressiven Mann noch knapp 2 Promille im Blut feststellen.

Pleinfeld: Funktionärstreffen der rechtspopulistischen AfD Bayern

Der bayerische Landesverband der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) lädt für Samstag, den 28. Februar 2015, ab 17 Uhr zu einem Funktionärstreffen in den Landgasthof Sonnenhof nach Pleinfeld ein.

Gunzenhausen: Letzte Lichterketten-Aktion gegen Fremdenfeindlichkeit

„Die „Lichterkette gegen Fremdenfeindlichkeit“ in Gunzenhausen hat weiteren Zulauf erhalten! Bei der Veranstaltung am vergangenen Montag, den 19.01.2015 waren 186 Teilnehmer/innen anwesend.

Nach Abstimmung mit den Teilnehmern der Lichterkette und mit dem Gefühl sich für eine gute Sache zu bekennen, haben die Organisator*innen beschlossen sich ein letztes Mal erneut am Montag, den 26. Januar 2015, wie immer um 19:00, auf dem Marktplatz in Gunzenhausen zusammenzufinden und einen schönen Abschluss unserer wöchentlichen Aktion zu zelebrieren.

An dieser Stelle geht der Dank an jeden einzelne/n Teilnehmer/in! Ein großer Teil war mehrfach, viele sogar an jeder Veranstaltung beteiligt. Wir sehen mit großer Freude, dass sich auch in unserem Landkreis etwas bewegt hat.“

Im Namen der Organisator*innen: Florian Schumann

Gunzenhausen: Lichterketten gegen Fremdenfeindlichkeit gehen weiter

Am Montagabend, den 12.01.2015 hat auf dem Gunzenhausener Marktplatz bereits zum dritten Mal die „Lichterkette gegen Fremdenfeindlichkeit“ stattgefunden. Die Anzahl der Teilnehmer hat sich auch diesmal wieder erhöht. Die Organisatoren der „Lichterkette gegen Fremdenfeindlichkeit“, eine handvoll Privatpersonen, die keiner Partei oder einer politischen Organisation angehören, bedanken sich ganz herzlich bei den über 170 Teilnehmern, die sich mit ihren Kerzen und Lampions für ein friedliches Miteinander versammelt haben.

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Auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wurde ein Beitrag zu den 100.000 Bürgern geleistet, die in Städten wie München, Nürnberg, Leipzig, Hannover, Berlin oder Saarbrücken bundesweit gegen fremdenfeindliche Botschaften demonstriert haben. – Fotoquelle: Anna Schönborn

Da die Lichterkette einen stetig wachsenden Zulauf an Bürgern erfährt und die Organisatoren sehr viele positive Rückmeldungen bekommen haben, wurde beschlossen auch die nächsten Montagabende auf dem Marktplatz in Gunzenhausen die Lichterkette gegen Fremdenfeindlichkeit fortzusetzen. Der nächste Termin ist Montag, der 19.01.2015 um 19:00. Es ist jeder dazu eingeladen mit (windgeschützten) Kerzen oder Lampions zu erscheinen. Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen ruft die Bevölkerung zur aktiven Teilnahme auf.

Gunzenhausen: Lichterkette gegen PEDIGA

Am Montag, den 5. Januar 2015, findet in Gunzenhausen um 19:00 Uhr auf dem Marktplatz zum zweiten Mal eine Lichterkette gegen PEDIGA statt. Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen unterstützt diese Aktion von Einzelpersönlichkeiten aus unserem Landkreis und ruft die Bevölkerung zur Teilnahme auf.

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Hier kann eine Petition für ein buntes Deutschland unterstützt werden

Dornhausen: Schon wieder ein „Heldengedenken“ am Grab des Wehrmachtssoldaten und Altnazis Hans-Ulrich Rudel

In einem am 27. Dezember 2014 veröffentlichten Internetartikel der rechtsradikalen Partei „Der 3.Weg“ wird über ein erneutes “Heldengedenken” am Grab des Wehrmachtssoldaten und Altnazis Hans-Ulrich Rudel in Dornhausen berichtet. Als Veranstaltungsdatum wird dabei der 21. Dezember 2014 angegeben. Damit haben die Neonazis im vierten Jahr in Folge das Grab, im Rahmen eines “Heldengedenkens”, heimgesucht.

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Bereits am 20. November 2011 waren mehrere Aktivisten der neonazistischen Kameradschaften “Division Franken” und der “Freien Nationalisten Weißenburg” auf dem Friedhof in Dornhausen aufgetaucht. Zudem verteilten sie damals im Ort ein die Wehrmacht verherrlichendes Flugblatt mit dem Titel  “Wir gedenken unserer Helden”. Das Weißenburger Tagblatt berichtete darüber am 23. November 2011 unter dem Titel “Neonazis auf dem Friedhof“.

Das zweite Heldengedenken fand am 18. Dezember 2012 statt. Siehe dazu auch den Artikel “Erneutes “Heldengedenken” der Neonazis” vom 15. Januar 2013. Das dritte Heldengedenken wurde am 17. Dezember 2013 durchgeführt. Siehe dazu auch den Artikel „Erneutes Heldengedenken am Rudel-Grab in Dornhausen“ vom 7. Januar 2014.

Damit führen die rechtsradikalen Neonazis die Gedenkarbeit von verfassungsfeindlichen Organisationen wie der Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) fort. Diese hatte zuletzt im November 2004 ein Heldengedenken veranstaltet. Seit dem 31. März 2009 gilt sie als verbotene Organisation. Nach ungeprüften Quellen gab es am 18. Dezember 2008 eine weitere rechtsradikale Zusammenkunft.